Institut fuer Feinmotorik erhält den Karl-Sczuka-Preis 2011

14. Juli 2011 (All day)

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Die Künstlergruppe Institut fuer Feinmotorik (MK-Sound Student Florian Meyer, Mark Brüderle, Daniel van den Eijkel, Marc Matter) in Zusammenarbeit mit Tim Elzer erhält den vom Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2011 für Hörspiel als Radiokunst. Sie wird für das Radiostück „Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik“, einer Produktion von SWR2 ars acustica ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden.

SWR2 Karl-Sczuka-Preis

The Pyramids - Living Legends of African Jazz

6. Juli 2011 (All day)

Konzert im ZKM_Kubus, 20 Uhr, Eintritt 10/7 €

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The Pyramids sind das wohl mysteriöseste und legendärste aller kosmischen Jazz-Kollektive der frühen 1970er-Jahre, die in der Nachfolge des unsterblichen Sun Ra nicht nur musikalische, sondern vor allem auch soziale Experimente schwarzen Bewusstseins und menschlichen Zusammenlebens erforschten.
Gegründet wurde die Band 1971 am Antioch College in Yellow Springs / Ohio, einer notorischen Brutstätte radikalen Gedankenguts in der sonst so biederen amerikanischen Provinz. Mit einem geschickt eingesetzten Stipendium setzte sich die Combo um den ruhelosen Idris Ackamoor auf ihrer »Cultural Odyssey« bald nach Europa ab, um anschließend auf ausgedehnten Reisen durch Afrika im Zusammenspiel mit lokalen Künstlern den »Roots« allen afroamerikanischen Musizierens nachzuspüren. Daraus resultierte eine Mischung aus hymnischen Saxofonimprovisationen und ungezügelten Trommel-Freakouts, einer Musik, die gleichzeitig nach Amerika, Europa und Afrika klang und schwerelos ekstatische und erdhafte Momente mit lyrischen, fast meditativen Phasen verband.

Die drei Alben der Pyramids wurden zuerst von der Band selbst in Kleinstauflage gepresst. Ihre Wiederveröffentlichung auf Vinyl beim Chicagoer Label IKEF 2007 kam einer kleinen Sensation gleich. Die dadurch einsetzende Neuentdeckung von The Pyramids, führte zur Wiedervereinigung der Band im Jahre 2010. Die Reunion-Tour führt die Musiker in Originalbesetzung erstmals seit der Auflösung 1977 wieder nach Europa.

The Pyramids
Idris Ackamoor Saxofon
Margo Simmons Flöte
Bradie »Hekaptah« Speller Trommeln
Thomas »Kimathi Asante« Williams Electric Bass
Kash Killion Double Bass, Cello
Donald Robinson Schlagzeug

Eine Kooperation von ZKM | Institut für Musik und Akustik (IMA), Jazz-Club Karlsruhe und Staatlicher Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG MK-Sound)

PRODUCER SLAM MIT TEXTOR

8. Juni 2011 (All day) - 10. Juni 2011 (All day)


46 Foto: Sarah Schlosser

HENRIK VON HOLTUM (Kinderzimmer Productions)
RALF MEINZ
Zeit: 8.6.?–?10.6?/ 4.7.?–?8.7., ganztags
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)

 

In diesem zweigeteilten Workshop wird es um die luxuriöse und traditionelle Variante der Musikproduktion gehen - soll heißen: erst schreiben und dann einspielen und/oder einspielen lassen.
Eine Art zu produzieren die bei sinkenden Budgets leider seltener geworden ist, aber einer der schönsten und spannendsten darstellt: Man wird aus der Feedback-Schleife mit sich selbst entlassen, muss die eigenen Ideen kommunizieren und darf erleben wie andere interpretieren, ergänzen und vervollständigen.
 
Der erste Block beschäftigt sich mit dem Schreiben, also wie kommt man von von einem ersten musikalischen Impuls zu einem fertigen Arrangement, mit dem die Musiker im Aufnahmeprozess schnell und effektiv arbeiten können, wobei mit Arrangement alles gemeint ist das zwischen einer Improvisationsanweisung und einer fertigen Partitur liegt.
Schön wäre es, wenn sich alle Beteiligten auf das Abenteuer einlassen etwas umzusetzen, das nicht in ihrer "Komfortzone" liegt - also weg vom Rechner hin zum Papier, weg von Gitarre/Bass/Schlagzeug oder dem, was man eben selbst spielen kann oder eh schon begriffen hat.
Voraussetzung für die Teilnahme ist lediglich eine grundlegende Songidee, alles weitere - das Praktische und Theoretische - ergibt sich dann bei der konkreten Arbeit.

Der zweite Block wird dann zum Moment der akustischen Wahrheit, studiotechnische Fragen müssen geklärt, Mikrofone positioniert und Entscheidungen getroffen werden. Man muss Musiker motivieren, improvisieren, dran bleiben und Kompromisse eingehen, bevor man endlich die Gelegenheit hat zu prüfen wie groß die Distanz zwischen der Idee und der Wirklichkeit ist, um dann hoffentlich positiv überrascht zu werden.

SPIELPLATZQUINTETT

27. Mai 2011 (All day)

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CONSOLE in der Reihe international artists@MK-Sound

24. Mai 2011 (All day) - 27. Mai 2011 (All day)

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WORKSHOP MIT MARTIN GRETSCHMANN

Zeit: 24.-27.5. 2011; 11-19 Uhr
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)

 

Sabine Gietzelt  (Zündfunk/BR2) schreibt:

"Consoles Musik ist mehr denn je selbstreferentiell. Schon seit Jahren steuert Martin Gretschmann bei seinen Auftritten mit The Notwist seinen Computer konsequent über einen Wii Controller an. Das ist nicht nur eine tolle technische Alternative zur Tastatur. Es ist smart. Und live allemal spannender, einem groovenden Soundmaniac zusehen, als einem introvertiert über seine Tasten gebeugten Nerd!"


In dieser Reihe lädt MK-Sound renommierte Künstler und Musiker ein, um deren spezifische Arbeitsweisen in einem Workshop zu thematisieren.
In diesem Semester wird der Musiker Martin Gretschmann (Console, The Notwist, 13&God, Acid Pauli – www.console.li?) zu Gast sein. Am Freitag 27. Mai wird es eine Präsentation der Stücke im Rahmen des Beyond Festival geben.

SUPERCOLLIDER Sound Synthese am Beispiel von Vokalen

17. Mai 2011 (All day) - 18. Mai 2011 (All day)

31 (graphic by en:User:ish ishwar in 2005)


FLORIAN GROND
Zeit: 17.5.?/?18.5., 10-18 Uhr
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)
In diesem geblockten Seminar werden wir die Soundsynthese Umgebung SuperCollider kennenlernen.
SuperCollider ist wegen seiner Text basierten Herangehensweise deutlich abstrakter als Dataflow Umgebungen wie z.B. MaxMSP oder PD. Das Augenmerk liegt dabei darauf schnell die Vorteile einer Programmier-Umgebung kennen zu lernen in welcher man Synthese Prozesse durch Skripte ausführen, manipulieren und vervielfältigen kann.
Am Beispiel der sowohl additiven als auch subtraktiven Vokalsynthese durch Formanten werden wir durch kleine Syntheseskripte lernen, wie man schnell komplexe Soundparameter manipuliert und die dadurch entstandenen Klänge aufnimmt. Diese sollen dann in digital audio workstation (logic, protools, etc.) oder anderen Programmen der eigenen Wahl zu kurzen 5?–?10 minütigen Stücken arrangiert werden.
Zur Vokalsynthese durch Formanten wird es eine kurze Einführung geben.
Es sind keine Vorkenntnisse zu SuperCollider notwendig.
SuperCollider ist zwar plattformunabhängig, während des Workshops gibt es jedoch nur Unterstützung für OS?X.

DAS LEBEN IST EIN GERÄUSCH

9. Mai 2011 (All day) - 10. Mai 2011 (All day)

Die Geräuschemacher Günther Röhn und Karlheinz Fabian
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PROF. THOMAS HEISE
FRANK HALBIG
GÜNTHER RÖHN
KARLHEINZ FABIAN
Fach: Medienkunst - Digitale Medien-Info Art / Film
Veranstaltungstyp: Workshop
Zeit: Montag, 9.5., 10?–?13 Uhr?/ 14?–?18 Uhr Dienstag, 10.5., ?10?–?13 Uhr
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio) / Raum 341 (Blackbox)
Nachvertonte Geräusche eines Films sind nicht Ersatz für fehlende Töne, vielmehr kann mit ihnen spezifisch erzählt werden. Sie fokussieren oder eröffnen wie Musik Raum zur Assoziation, können verstärken oder ablenken, in komplexen Atmosphären und Szenen Einzelne?/s herausheben. Trotz immer besserer Möglichkeiten der Erzeugung und?/oder Bearbeitung originären Tonmaterials sind „handgefertigte“, speziell für einen bestimmten Zweck hergestellte Geräusche aus der Filmproduktion nicht wegzudenken.
Sie sind, klug eingesetzt, ein phantastisches dramaturgisches Werkzeug.

POLWECHSEL Konzert

13. April 2011 (All day)

Mi 13.04.11
Polwechsel (Berlin/Wien)

Neue experimentelle Musik und Improvisation präsentiert von HfG, ZKM | Institut für Musik und Akustik, Jazzclub Karlsruhe und »Hang Ten!«
im ZKM_Kubus, 20 Uhr, Eintritt €10/7 (begrenztes Kontingent an Freikarten für HfG Studenten)

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Programm

 

Burkhard Beins »Adapt/Oppose«
Martin Brandlmayr »nia rain circuit«
Werner Dafeldecker »64°14"S 56°37«
Michael Moser »grain bending #1«

 

Was die Konstellation Polwechsel als Musik-Erfinder ausmacht ist schwer auf einen einfachen Nenner zu bringen. Es »entstehen jene hybriden Musiken,« so Christian Scheib (2009) »denen weder mit dem Diskurs der Improvisateure, auch nicht mit jenem der freien, wirklich beizukommen ist, noch mit jenem der Kompositeure, auch nicht mit jenem der offenen Formen.« Basierend auf Kompositionsprozessen, die speziell auf die Fähigkeiten und Spieltechniken der beteiligten Musiker ausgerichtet sind und jeden Instrumentalisten seine individuelle Stimme entwickeln lassen, entfaltete sich die Musik des Ensembles im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte. In diesem Zeitraum hat Polwechsel Kompositionen, strukturierte Improvisationen und elektroakustische Musik kreiert, welche sich mit der Organisation von Geräuschen, Klanggeometrie und der Dynamik des Ensembles auseinandersetzten. Klang, Nachklang, Raumklang sind Inspiration und Reflexionsfeld der gegenwärtigen Arbeit von Polwechsel. Burkhard Beins fokussiert kollektive Arbeitsprozesse, die er durch eine Interaktionspartitur steuert und erreicht dadurch einen hohe musikalische Komplexität. Michael Moser verwandelt die Instrumente in Lautsprecher, indem er Körperschallwandler appliziert und schafft so eine räumliche Tiefenstaffelung. In Martin Brandlmayrs Stück werden die instrumentalen Improvisationen aufgenommen und räumlich variiert wieder eingespielt, so dass die Musiker immer wieder aufs neue in Relation zu dem selbst Gespielten und dem gerade neue Entstehenden agieren. Werner Dafeldecker verwendet Aufnahmen eines Blizzards, den er an der Antarktis erlebt hat. Ständige, extreme Wechsel von Dynamik und Dichte im musikalischen Verlauf beleuchten die monolithische Gestalt der Ausgangsmaterials.

Mitwirkende: Burkhard Beins (Perkussion), Martin Brandlmayr (Perkussion), Werner Dafeldecker (Kontrabass), Michael Moser (Violoncello)

 

Von Montag 11. bis Donnerstag 14. April findet bei MK-Sound ein Seminar/Workshop mit Polwechsel statt. Nähere Informationen siehe Vorlesungsverzeichnis (SS 2011).

REMIX Part 2 - Mastering mit Ralf Meinz

16. Februar 2011 (All day) - 18. Februar 2011 (All day)

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Nachdem wir Remixe von Deichkind, Yoav, Kammerflimmer Kollektief, MRC und Heaven And beim Workshop mit Textor von Kinderzimmer Produktions erstellt haben werden diese nun mit dem Mastering-Guru Ralf Meinz gemeinsam den letzten Schliff bekommen. Pflichttermin für alle die am Remix Workshop teilgenommen haben. Zaungäste können gerne auch mitmachen.

Mittwoch 16.2. bis Freitag 18.2. 2011 von 10.00 - 17.00 Uhr

Parametric Sounddesign (mit Lorenz Schwarz)

9. Februar 2011 (All day) - 11. Februar 2011 (All day)

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Mit diesem Kurs werden die physikalischen und elektronischen Grundlagen eines analogen Synthesizers vorgestellt. Kla?nge und Gera?usche werden analysiert und auf ihre grundlegenden Parameter reduziert, wie Hu?llkurve, Frequenzdichte und -verlauf. Es wird demonstriert, wie mit den jeweiligen Modulen eines Synthesizers und deren Kombinationsmo?glichkeiten diese Parameter beeinflusst und komplexe Klangarchitekturen geschaffen werden ko?nnen.

Das analoge, modulare System „Doepfer“ sowie ein „Minimoog Voyager“ dienen hierbei als Arbeitsgera?te.
Zusa?tzlich werden Ho?rbeispiele der elektronischen Klangsynthese vorgespielt (z.B. Morton Subotnick, Keith Fullerton Whitman, Stockhausen, Don Preston) und es wird kurz auf die Historie der Synthesizer eingegangen (Buchla, Serge Modular, Trautonium etc.).


Einzelthemen des Kurses (in Bearbeitung):


Aufbau eines analogen Synthesizers
Wechselspannung und Sinuswelle
Oszillator (VCO)
Frequenzmodulation
Wellenform
Sinus, Dreieck, Rechteck, Sa?gezahn
Filter (VCF)
Subtraktive Synthese

Grundlegende Parameter eines Schallsignals und ihre elektronische Synthetisierung
Hu?llkurve
Hu?llkurvensteuerung (ADSR)
Frequenz-Dichte / Oberto?ne
Filter (VCF)
Pulsweitenmodulation
Rauschgenerator
Tonho?he/ Frequenzverla?ufe
Spannungsgesteuerte Modulation (LFO)
(weitere Anwendungsmo?glichkeiten des LFO)

elektronische Effekte
Ringmodulation
Frequencyshifter

Autogenerative Patchbeispiele (Rhythmuspatterns etc.)