STIMME, TEXT, SPRACHE

6. Februar 2012 - 17:00 - 8. Februar 2012 - 15:00

Fach: Medienkunst - Sound
Veranstaltungstyp: Seminar
Zeit: 06. - 08.02. 2012 Mo 17 – 20 Uhr Di 12 – 16.00 und 17.00 - 20 Uhr Mi 12 – 15 Uhr
Ort: Raum 351 (grosses Soundstudio)

Die Verwendung von Text, Sprache und Stimme in der Akustischen Kunst basiert auf einer langen Tradition – spätestens seit den Lautgedichten der Dadaisten und Futuristen ist die radikale Abstraktion von Text und Sprache fester Bestandteil avantgardistischer Techniken der radikalen Moderne; die vorherrschende Fixierung auf Bedeutung und Sinn wurde zugunsten einer ästhetischen Sinnlichkeit suspendiert.
Ab Mitte des 20. Jhd. differenzierte sich dieses Feld – eine vitale Schnittmenge aus Klangkunst, Avantgarde-Musik, experimenteller und konzeptueller Literatur und Ansätzen aus der darstellenden und bildenden Kunst – in verschiedene Stränge, die ständig weiter entwickelt wurden und bis heute ästhetische Relevanz besitzen.?Neues Hörspiel, Poesie Sonore, TextSound Compositions, Machine Poetry, Akustische Literatur, phonetische Dichtung – das sind nur einige der Etiketten, unter denen sich ab den 1960 er Jahren eine progressive internationale Szene vernetzte:
William S. Burroughs und Brion Gysin, Ferdinand Kriwet und Franz Mon, Henri Chopin und Bernhard Heidsieck, Lilly Greenham und Joan LaBarbara, die Lettristen aus Paris, die Beat-Poeten aus den USA, der Fylkingen Verein aus Schweden – sie alle unternahmen Versuche, Text, Sprache, Stimme, Klang, Geräusch und Musik in neuen, experimentellen Formen zu verbinden und mit zeitgenössischen medialen Techniken kurz zu schliessen, wie es bereits die Musik und die bildende Kunst taten.
Bis Heute werden diese Ansätze weiter entwickelt – die zeitgenössische Radiokunst beispielsweise ist ohne diese historischen Experimente kaum mehr denkbar. Aktuelle Arbeiten in diesem Bereich zeigen, dass die damals aufgenommenen Fragestellungen sich keineswegs erschöpft haben.
In diesem Seminar möchte ich einige dieser Arbeiten ausführlich behandeln und diskutieren. In einem zweiten Teil sollen die Studierenden eigene Entwürfe erarbeiten.
Als Vorbereitung werden einige (kurze!) theoretische Texte gelesen, um in das Thema einzuführen.

VorschauAnhangGröße
mon__literatur_im_schallraum.pdf1.11 MB
lentz__musik_und_sprache.pdf426.08 KB

ELEMENTARE MUSIKTHEORIE UND FORMENLEHRE

25. Januar 2012 - 13:00 - 27. Januar 2012 - 17:00

HENRIK VON HOLTUM
Fach: Medienkunst - Sound
Veranstaltungstyp: Blockseminar
Zeit: 25. – 27.01. 2012 jeweils 13 – 17 Uhr
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)

Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Vermittlung der Strukturprinzipien von europäischer und amerikanischer Musikkultur.
Ausgehend von grundlegenden physiologischen und akustischen Phänomenen, soll die Evolution von Geräusch, Impuls, Ton und Klang zu Melodie, Harmonie und Rhythmus praktisch und theoretisch nachvollzogen werden.?Die sogenannte "klassische" Musik, ihre Formen und Notationen, werden dabei genauso durchleuchtet, wie die oral vermittelten Musiktraditionen und die "Recorded Music" des 20. und 21. Jahrhunderts. Wenn man so will, eine musikalische DNA-Analyse vor dem Hintergrund der technischen, historischen, soziologischen und psychologischen Entwicklungen.
Ziel dieses ersten Rundumschlags ist es, einen Überblick zu liefern, die Grundbegriffe der jeweiligen Musiksprachen zu klären und eine musiktheoretische Grundlage zu legen, sei es um die eigene musikalische Arbeit zu erleichtern, oder einfach um Musik besser zu verstehen.

ART'S BIRTHDAY 2012

17. Januar 2012 - 20:00 - 18. Januar 2012 - 0:00

PROGRAMMIEREN MIT MAX / MSP

15. Dezember 2011 (All day) - 16. Dezember 2011 (All day)

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DIY AUDIOELEKTRONIK mit Manuel Odendahl

7. Dezember 2011 (All day) - 9. Dezember 2011 (All day)

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In diesem 3-tägigen Workshop werden kurz die Grundlagen der elektronischen Klangerzeugung erklärt. Anschliessend werden in kleineren Gruppen verschiedene Module gelötet und zum Laufen gebracht: Oszillatoren, Filter, Modulationsquellen. Zu guter Letzt werden diese (nach einem hoffentlich schmerzfreien Debuggen) zu einem selbsthergestellten Modularsystem zusammengeschlossen und feinste elektronische Musik produziert.

Jan Jelinek zu Gast im Seminar Akustische Kunst

6. Dezember 2011 (All day)

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Di, 6. Dezember 2011 16.00-18.30 Uhr

Hanno Leichtmann zu Gast im Seminar Akustische Kunst

22. November 2011 (All day)

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Di, 22. November 2011 16.00-18.30 Uhr

ICHIIGAI LABEL NIGHT

10. November 2011 (All day)

bei den ARD-Hörspieltagen 2011

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Do. 10.11. 2011 23.00-1.00 Uhr

Die HfG Karlsruhe lädt bei den ARD-Hörspieltagen 2011 zu einem Konzert ihres audiovisuellen Labels "ichiigai" ein, das ein reichhaltiges Menü von Kuschelnoise bis Frickeltrick, von Flachlanddrone bis wir-können-auch-tanzbar serviert. qwqwi wird zusammen mit George Hazard unter dem Titel "Vater Pacini und die somatomotorische Rinde" seinen Hang zu Experimenten an polyzyklischen Verknüpfungen tonal-rhythmischer Zufallsketten ausleben. soundflorA wird mit "tapes and tales" musikalische Erinnerungen an die Generation Kinderkassette heraufbeschwören. Dazu schreibt sie: „"Efflikör" ist ein Wort aus meiner Kindheit, erfunden von einem Plattenspieler, der beim Sprung über die Rille zum Sampler wurde“. G.HAzARD war als Experimentalklanggestalter in den letzten 4 Jahren Resident Artist in der ARD-Hörspielbahn. Da diese feine Institution in diesem Jahr pausiert, hat er es sich zur Aufgabe gesetzt die Tram zum Zuhörer zu bringen. Günther Lause - ein Projekt, für das sich zwei vormalige Eigenbrötler zusammen getan haben, um sich mit verspulten Klängen und Flächen zwischen dem langsamen Beat zu beschäftigen - wird sukzessiv aufbauende Sets, sowie interaktive Performances mit Liebe zu ausgefeiltem Sounddesign zum Abschluss mit auf die Reise geben.

www.ichiigai.net

MIR MUTATIONEN

9. November 2011 (All day) - 13. November 2011 (All day)

Preview bei den ARD-Hörspieltagen 2011

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Müde und erschöpft nach der Arbeit? Sie können sich nicht erinnern, wann Sie Ihre Freunde zuletzt gesehen haben? Sie wollen mehr vom Tag erleben? Die neuartigen Forschungen im Bereich der Neuropharmaka beschäftigen sich mit genau diesen Fragen der modernen Leistungsgesellschaft. Ihr Denkvermögen zu steigern, bleibt keine Utopie. Das Glück ist tastbar. Das optimierte Gehirn genießt an- und ausdauernde Leistungsfähigkeit. Erkunden Sie mit dem Saichi Finder auf einer Reise durch Ihre Stadt die Welt von Saichi Solutions!
M.I.R. (mobile interface radio) ist ein Forschungsprojekt der HfG Karlsruhe, das das Hörspiel durch Smartphones im öffentlichen Raum erlebbar macht. Mutationen, ein Originalhörspiel von Jan Decker, können Sie auf Ihrem eigenen Smartphone oder einem der Leihgeräte hören. Weitere Informationen erhalten Sie am M.I.R. Stand.
www.mir-radio.eu

KLANGLABYRINTH

9. November 2011 (All day) - 12. November 2011 (All day)

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Studenten der HfG stellen ihre Hörspielarbeiten bei den ARD-Hörspieltagen 2011 in einer Lautsprecherinstallation im HfG_Studio vor. Der Besucher ist eingeladen, sich durch einen Parcours von Klangzonen mit narrativen und experimentellen Stücken zu bewegen.
Cornelia Böhm erzählt in "Traute Rehländer - eine Personenbeschreibung" die fiktive Lebensgeschichte einer Frau, die es wirklich gab. Ein Stück über Erinnerung an erlebte und die Vorstellung von nicht erlebter Vergangenheit.

Im Jahr des 100. Geburtstages von Marshall McLuhan präsentieren wir zu dem Hörspiele und Hörcollagen die sich mit den Texten des Urvaters der Medientheorie auseinandersetzen. In der Collage „Das elektrische Drama“ nach Marshall McLuhan und Ror Wolf von Philipp Diettrich und Johanna Lenz lebt der posthistorische Mensch in einer Zeit der Synchronität, eine Zeit, die das Hören gegen das Sehen getauscht hat. Er wird mit Stimmen konfrontiert, die nicht Klänge sondern Bilder erzeugen.
In "Päng" einer Hörcollage von Michaela Boschert und Felicitas Wetzel geht es um das Wetter als Medium, das alle Menschen in gleicher Weise angeht - um Atmosphären und Medien, die uns umgeben und berieseln. Mit Nummern, Maßen und dem Körper, gestern und heute spielt "Venus Limited" ein Hörstück von Martin Buntz.