SOUND ALS GRENZBEREICH – CM VON HAUSSWOLFF

7. Mai 2013 (All day) - 10. Mai 2013 (All day)

140 Workshop mit dem schwedischen Musiker und Künstler Carl Michael von Hausswolff.

Di 7. - Fr 10. Mai
jeweils 10 - 17 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)


Carl Michael von Hausswolf was born in 1956 in Linköping, Sweden. He lives and works in Stockholm.
Since the end of the 1970s, Hausswolff has worked as a composer using the tape recorder as his main instrument and as a conceptual visual artist working with performance art, light- and sound installations and photography.

Hausswolff's music has been performed throughout Europe and in North America and Asia in festivals such as Sonar, Electrograph and I.D.E.A.L. In these concerts a very physical, almost brutal, side of Hausswolff’s aesthetics has blended with a droned and polyfrequential beauty. The audience very often fall into a form of trance, dosing away in their seats. Other times people experiencing the events has thanked him “for the massage” or has expressed a “feeling that the flesh came off the bones” due to the vibrations of the low frequencies used.

Hausswolf has also created a series of social platforms, places where people can meet and consume. His “Thinner- and Low Frequency Bar” was used at the Momentum biennial in Moss, Norway, Prato, Italy and London and his “Glue- (Tobacco-) and High Frequency Lounge” was used in Geneva and in Prato. These works show Hausswolff’s critical view on the society’s hypocritical treatment of drugs and addiction. The audience could sniff the highly toxic substances thinner and contact glue while smoking cigarettes and getting penetrated by the either low or high sine wave tones.

His music is published by Touch Music,  London.

http://www.cmvonhausswolff.net/

FRAUEN IN DER AKUSTISCHEN KUNST

2. Mai 2013 - 10:00 - 3. Mai 2013 - 17:00

260

 

 

 

Im Seminar möchten wir wichtige Stücke der Akustischen Kunst und den angrenzenden Bereichen der elektronischen und elektroakustischen Musik vorstellen und diskutieren. Im Gegensatz zur traditionellen Tonkunst wird in der Akustischen Kunst Sprache, Geräusch und Musik gleichberechtigt eingesetzt. Es wird die Hörerfahrung in den Vordergrund gestellt und mit jeglicher Art von akustischem Material experimentiert. Die Akustische Kunst wurde und wird stark durch die benachbarten Kunstbereiche gespeist. Ihre Ursprünge liegen im Hörspiel und sind untrennbar mit der Geschichte des Radios verbunden. Klaus Schöning, der als Hörfunk-Redakteur das Studio akustische Kunst beim WDR in Köln gegründet hat und in den 1970er Jahren dieser Kunstform endgültig zur Eigenständigkeit verhalf, definierte »Ars Acustica« wie folgt: »Für die Akustische Kunst sind alle hörbaren Erscheinungen gleichwertige Komponenten. Die Akustische Kunst ist ein Schmelztiegel heterogener Elemente. Akustische Kunst: Welt aus Klängen und Geräuschen der akustischen Umwelt oder künstlich erzeugter Töne. Und Welt aus Sprache, Sprache, die zum Laut tendiert, zum Sprachklang und zur Musik, dem Allklang der Töne. Akustische Kunst: Symbiose dieser Sprach- und Geräuschwelten und ihrer Klangorganisation mit den Mitteln der elektronischen Technik. Ihr aufnehmendes, sensibles Ohr: das Mikrophon. Ihr Ton-Träger: das Tonband die Kassette, die Schallplatte, der Microchip. Ihr sprechender Mund: der LautSprecher. Eine ihrer Utopien: ein allen zugänglicher Hörraum: das Radio und andere virtuelle Spielräume. (...)«
Fortsetzung des Seminars AKUSTISCHE KUNST – offen für Neueinsteiger.

 

Frank Halbig/ Frank Bierlein/ Lukas Fuetterer
Blockseminar
Do 2. – Fr 3. Mai
10 – 17 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)

SOUND IN Z – EXPERIMENTS IN SOUND AND ELECTRONIC MUSIC IN EARLY 20TH CENTURY RUSSIA

23. April 2013 - 19:00 - 24. April 2013 - 21:00

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Andrey Smirnov
Vortrag (zweiteilig)
Di 23. und Mi 24.4.
19-21 Uhr
großes Studio

Sound in Z dokumentiert ein außergewöhnlich innovatives, nahezu vergessenes Kapitel der Geschichte der Musik und Soundtechnik. Schauplatz ist Russland, 1917: Von revolutionären Ideen getragen kam es zu zahlreichen musikalischen Erfindungen, neuen Instrumenten und visionären Ansätzen, die ihrer Zeit weit voraus waren. Der Autor – zugleich Künstler, Forscher und Entwickler von elektronischen Musikinstrumenten – Andrei Smirnov führt in die Schlüsselfiguren dieser Zeit und ihre wegweisenden Arbeiten ein. Sei es in Arseny Avraamovs Freiluft-Performance von 1922, bei der Schiffssirenen, Artilleriekanonen, Bus- und Autohupen und die Fabriksirenen einer Stadt am Kaspischen Meer zu einem gewaltigen Orchester formiert wurden oder etwa in Alexei Gastevs „Biomechanik“. Zudem eröffnet Smirnov einen neuen Blick auf den bekannten Erfinder elektronischer Instrumente, Leon Theremin aber auch auf jene Pioniere, die mit ihrer „grafischen Soundtechnik“, außergewöhnliche elektronische Soundtracks geschaffen haben.

PERIODICAL PHENOMENA – ein akustisches Triptychon

5. März 2013 - 23:00 - 6. März 2013 - 0:00

Periodical Phenomena
von Werner Dafeldecker

SWR Live-Übertragung aus und -Konzert im ZKM Karlsruhe
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Die Vorgänge bei den in das Magnetfeld der Erde eindringenden Sonnenpartikel, wie sie, bekannt unter den Bezeichnungen Aurora Borealis oder Polarlicht, vermehrt im Winter im Nordpolarkreis vorkommen; die jahreszeitlich bedingte Periodizität bei Strömungen unter Wasser und der Pulsbetrieb am Teilchenbeschleuniger Bessy 2 des Berliner Helmholtz Institutes, sie fließen in dem akustischen Triptychon „Periodical Phenomena“ von Werner Dafeldecker ineinander. Parallel dazu wird das akustische Geschehen mit instrumentalen Interventionen versehen. Die rhythmischen und harmonischen Muster der delokalisierten Klangwelten werden mittels Computertechnolgie in Echtzeit analysiert, verschriftet und den Instrumentalisten Michael Moser (Violoncello), Valerio Tricoli (Tonband) und Morten Olsen (Basstrommel) als Partitur zur Verfügung gestellt.
 
Dafür wird nicht nur eine breite Palette an unterschiedlichen Aufnahmetechnologien zum Einsatz gelangen, möglich wird dieses Konzert auch durch das Zusammenwirken gleich mehrerer öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Unsere Kollegen vom Norwegischen Rundfunk (NRK) werden in den Lofoten Position beziehen, um dort die natürlichen Radiowellen der Aurora Borealis mittels VLF-Empfänger einzufangen. Unsere Kollegen von Deutschlandradio werden den Teilchenbeschleuniger Bessy II im Berliner Helmholtz Zentrum mikrophonieren. Und der ORF wird am Ufer des oberösterreichischen Attersees mit zwei Hydrophonen zur Stelle sein, um dessen Unterwasserströmungen hörbar zu machen – und das direkt am ehemaligen Komponierhäuschen von Gustav Mahler.

Diese Signale treffen im Kubus des ZKM Karlsruhe auf die Instrumentalisten und kann Live vor Ort, wie auch auf SWR2 ars acustica und ORF Zeitton am Dienstag 5. März 2013 von 23.03 bis 0.00 Uhr erlebt werden.

 

Eine Produktion des Südwestrundfunks mit dem ZKM | Institut für Musik und Akustik und dem ORF aus dem Jahre 2013.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandradio Kultur und dem Norwegischen Rundfunk.

Dramaturgie: Frank Halbig

FILMTON: SOUND DESIGN

11. Dezember 2012 - 10:00 - 14. Dezember 2012 - 17:00

FRANK HALBIG
ANDREAS BICK
216
Veranstaltungstyp: Praxisseminar
Fach: Medienkunst - Sound
Zeit: 11. bis 14.12., 10 – 17 Uhr
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)

Die kreative Arbeit mit Klängen und Geräuschen steht in diesem Seminar im Mittelpunkt und damit Sound Design als Erweiterung des Kompositionsbegriffs. Der Einsatz der komplexen Textur der Tonspur zur Gestaltung des Films wird zum zentralen Thema. Dabei ist der spezifische und spielerische Einsatz von Mikrofonen ein wichtiger Ausgangspunkt bei der weiteren Bearbeitung im Computer. Der Komponist und Klangkünstler Andreas Bick wird dies an praktischen Beispielen erläutern.

Anmeldung bis Montag 26.11. an lfuettere(at)hfg-karlsruhe.de

FILMTON: ORIGINALTON – ON LOCATION SOUND

13. November 2012 - 10:00 - 17. November 2012 - 17:00

FRANK HALBIG
ECKHARD KUCHENBECKER
215
Veranstaltungstyp: Praxisseminar
Fach: Medienkunst - Sound
Zeit: 13. bis 17.11., 10 – 17 Uhr (Achtung: erst ab Dienstag!)
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)

Eingebettet in die Erläuterung tonspezifischer Aspekte einer Filmproduktion soll die Handhabung einer Tonausrüstung bei der Originalton-Aufnahme in der Praxis erklärt werden. Diese verlangt ebenso viel Sachkenntnis und Sorgfalt wie die Bedienung der Filmausrüstung.
Die situationsbedingte Auswahl und der dementsprechende Einsatz der für Filmtonaufnahmen gängigen Mikrofone beim Drehalltag wird neben der Bedienung der mobilen Mehrspuraufnahmegeräte Aaton Cantar-X und Sounddevices 744T den wichtigsten Aspekt dieses Seminars einnehmen.

EINFÜHRUNG IN DIE SOUNDSTUDIOS

5. November 2012 - 10:00 - 7. November 2012 - 18:00

LUKAS FUETTERER
FRANK BIERLEIN

Veranstaltungstyp: Blockseminar
Fach: Medienkunst - Sound
Zeit: 05. bis 07.11., 10 – 18 Uhr
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)

Analoge und digitale Tontechnik, Mischpult, Patchbay, Harddiscrecording. Einführungskurs in die Grundlagen der Studiotechnik und in die Handhabung der HfG Soundstudios.?

 

Pflichtveranstaltung für Nutzer der Tonstudios (Grundkursschein).

ROBERT HAMPSON (IMA_EXPERIMENTS #2)

28. Oktober 2012 - 18:00 - 19:00

172

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit seinen ehemaligen Bands "Loop" und "Main" hat sich der englische Gitarrist einen Namen in der

psychedelic und experimental Rock Szene geschaffen, aus der er sich über die Jahre und einem engen Kontakt zur Groupe de Recherches de Musicales (GRM) in Paris in Richtung der Acousmatischen Musik entwickelt hat.

Robert Hampson wird eine kurze Einführung in sein Werk geben, bevor er ein elektronisches Konzert im ZKM_Klangdom geben wird.In Kooperation mit dem ZKM Institut für Musik und Akustik.
?

Veranstaltungstyp: Praxisseminar

Fach: Medienkunst - Sound

 

Einführung:

Zeit: 18 Uhr

Ort: HfG großes Soundstudio 
 
Konzert:
Zeit: 20 Uhr
Ort: ZKM_Kubus
 

Anmeldung bis 27.10. an lfuettere(at)hfg-karlsruhe.de

CM von Hausswolff

 

Lecture with Carl Michael von Hausswolff

Dienstag, 5. Juni 2012,
16-18 Uhr, Raum 351 (großes Soundstudio)

 

http://www.cmvonhausswolff.net/

 

141 Carl Michael von Hausswolff

 

Since the end of the 1970s, Hausswolff has worked as a composer using the tape recorder as his main instrument and as a conceptual visual artist working with performance art, light- and sound installations and photography.

 

Hausswolff's music has been performed throughout Europe and in North America and Asia in festivals such as Sonar, Electrograph and I.D.E.A.L. In these concerts a very physical, almost brutal, side of Hausswolff’s aesthetics has blended with a droned and polyfrequential beauty. The audience very often fall into a form of trance, dosing away in their seats. Other times people experiencing the events has thanked him “for the massage” or has expressed a “feeling that the flesh came off the bones” due to the vibrations of the low frequencies used.

 

Hausswolf has also created a series of social platforms, places where people can meet and consume. His “Thinner- and Low Frequency Bar” was used at the Momentum biennial in Moss, Norway, Prato, Italy and London and his “Glue- (Tobacco-) and High Frequency Lounge” was used in Geneva and in Prato. These works show Hausswolff’s critical view on the society’s hypocritical treatment of drugs and addiction. The audience could sniff the highly toxic substances thinner and contact glue while smoking cigarettes and getting penetrated by the either low or high sine wave tones.

 

His music is published by Touch Music,  London.

 

142

OVAL - FULL CIRCLE | Von „dagegen“ nach „dabei“, einmal im Kreis herum. Ein Rundreisebericht.

29. Mai 2012 - 13:00 - 1. Juni 2012 - 17:00

137 oval
MARKUS POPP
Veranstaltungstyp: Blockseminar
Fach: Medienkunst
Zeit: Di 29.5. - Fr 1.6.   13 - 17 Uhr
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)


Elektronische Musikproduktion hat einen weiten Weg hinter sich: was einmal als elitäre „Wissenschaft-für-sich“ begann, stützt sich heute auf ein mächtiges Arsenal aus verlässlichen Standards und Schnittstellen: elektronische Musik als globales, universelles Hobby fast ohne Zugangsvoraussetzungen und Hierarchien. Alles ist da: Kreativwerkzeuge auf jedem Niveau, für jeden User, auf jeder Skala. Universelle Verfügbarkeit plus Know-How plus Implosion aller Kriterien ergeben „unendliche Möglichkeiten“.


Diese fundamentalen Umwälzungen tragen eine Signatur: Software-Revolution. Musik verändert sich im Takt ihrer Virtualisierung, entlang eines historisch neuen Beschleunigungsfaktors: Software. Sie verändert Musik schneller, sprunghafter und durchgreifender als jede traditionelle musikalische Evolution, wie etwa durch Instrumentenbau oder Spieltechnik. Und sind wir nicht gerade dabei, mittels Software bereits in die nächste Ära einzutreten? In eine hyperreale Epoche, in der die digitale Emulation von traditionellen Musikinstrumenten (akustisch und elektrisch) und von musikalischen Strukturen die Originalinstrumente - zumindest in Schlüsseldisziplinen – schon weit hinter sich gelassen hat?


Der Musiker und Softwaredesigner Markus Popp aka Oval gehört seit Jahren zu den profiliertesten und international angesehensten Produzenten im Bereich elektronische Musik. Seine unverwechselbaren CD-Veröffentlichungen und Remixes gelten als zeitlose Klassiker, viele davon als Wendepunkte des Genres. Der radikale, verfahrensorientierte, trotzdem hochmusikalische Oval-Sound war in den 1990er Jahren die Vorwegnahme von „glitch“ und „clicks & cuts“. 2010 kehrte Popp nach Jahren der Stille mit einem neuen, organischen und „hyperrealen“ Stil zurück. Seine Arbeitsfelder umfassen Softwaredesign bzw. Klanginstallation sowie Film und zeitgenössischen Tanz. Er erläutert in seinem Vortrag mit vielen audio clips, screenshots und zwei Software Demos den Werdegang bzw. heutige Positionierung von Oval zwischen Dekonstruktion & Rekonstruktion, hi-tech und „Songwriting 2.0“.