Milan Guštar „Numbers and Algorithms in Art“

Am 2. Juli 2014 ist der Komponist, Forscher, Programmierer und Designer von elektronischen und elektro-akustischen Instrumenten Milan Guštar an der HfG zu Gast. Seine Arbeit überbrückt die Grenzen zwischen Wissenschaft, Technologie und Kunst. Er fokussiert sich im Speziellen auf algorithmische und generative Kunst, die Theorie von musikalischen Tuning-Systemen und Mikrotonalität, die neue Organologie, Sonifikation und Visualisierung.
 

 
Seine Methode für das Erstellen von musischen und visuellen Kunstwerken ist beeinflusst durch das Konzept von „Musica“ aus dem mittelalterlichen Quadrivium - der Harmonielehre, basierend auf den numerischen Beziehungen zwischen den Wurzeln der Pythagorischen Tradition, in welcher Mathematik sich mit der symbolischen Bedeutung der Zahlen verbindet.

Milan Guštar wird in dem Vortrag mit dem Titel „Numbers and Algorithms in Art“ in seine Form der Verwebung von Zahlen, Mathematik und Algorythmen zu Kompositionen einführen und seine akustischen und visuellen Kunstwerke vorstellen.


2. Juli 2014, 17-19.30 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)

Mikrofon  —  Theorie und Praxis

287

Frank Halbig, Daniel Senger
24.6., 10–17 Uhr / Raum 351 (Großes Soundstudio)
25.6., 14-19 UHR / SWR Studio 2 (BADEN_BADEN)
26.6., 9-17 UHR / SWR Studio 2 (BADEN_BADEN)

Einführung in die Mikrofonpraxis mit der Erläuterung der unterschiedlichen Wandlerarten, der Wandlungsprinzipien und der Richtkarakteristiken, sowie deren Anwendungen in den verschiedensten Bereichen der Musik-, Sprach- und Geräuschaufnahme. Auf der praktischen Seite werden wir zusammen mit Daniel Senger (Toningenieur SWR Hörspiel) Aufnahmen in den Formaten Mono, Stereo und Surround in unterschiedlichen Kontexten (Sprache, Musik, Atmosphären) erstellen. Die Weiterverarbeitung des Mikrofonsignals im Mischpult wird ebenfalls ein wichtiges Thema sein. Zu diesem Zweck werden wir am 25. und 26. Juni eine Exkursion in das Hörspielstudio 2 des Südwestrundfunks unternehmen.

Art's Birthday 2014 im E-WERK Freiburg

17. Januar 2014 (All day)

285

papa pacini [foto: marc doradzillo]

 

Neben RADIAN aus Wien und Mats Gustafsson aus Schweden

spielten aus dem ichiigai-Stall Kopfkino #, Papa Pacini und qwqwi.

 

SWR 2

E-WERK

 

 

FOCUS & ECHO - FACE-TO-FACE MIT INTERNATIONALEN KÜNSTLERN DER MEDIENKUNSTSZENE


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Marie-Luise Goerke, Gaby Hartel, Frank Halbig, Mareike Maage
Seminar
17.10., 14-18 Uhr; weitere Termine: 18.10./24.10./30.10.
Raum 303

Seit einigen Jahren ist eine Öffnung der Künste über Genregrenzen hinweg ins Immateriell Atmosphärische zu beobachten. Dabei hat der künstlerische Einsatz von Stimme, Sprache, Rede,  Bewegung, Sound, Geräusch und Musik eine tragende Funktion. Besonders deutlich wird die künstlerische Verbindung dieser Einheiten in der öffentlichem Kunstform Radio, in Form des Hörspiels. 

Im Hinblick auf diesen Themenschwerpunkt, organisiert die HFG in Zusammenarbeit mit ihren Partnern SWR, hr und ZKM das Symposium „Choreographie des Klangs - Zwischen Abstraktion und Erzählung“ (5.-7.11.2013). Dieses wird das Hörspiel zu den anderen Künsten in Beziehung setzen. Hörspielmacher treffen auf Soundpoeten, Theoretiker, Theater- und Filmemacher, Autoren,  Komponisten und Performance-Künstler, deren Arbeiten die Grenzen angestammter Genres überschreiten. 
Innerhalb eines Blockseminars werden die teilnehmenden Künstler wie Christina Kubisch, Peter Cusack, Magne Furuholmen oder Heiner Goebbels sowie deren Klangtheorien vorgestellt und Diskussionsanstöße für die Bereiche Sound & Word, Sound & Art, Sound & Public Spaces selbstständig erarbeitet. Zudem setzen sich die Teilnehmer mit folgenden Fragen auseinander: Welche Rolle spielen Klänge, Geräusche, Sprache, Rhythmus und Musik im Arbeiten und Denken der unterschiedlichen Künstler? Welchen Einfluss haben neue technische Gegebenheiten auf Erzähl- und Rezeptionsformen? Was geschieht zwischen den Positionen von dokumentarisch-sensiblem Field Recording und aggressivem Marketing Leasure Sound, der doch mit gleichem Wissen und gleichen Mitteln wie die Künste agiert? Diese Impulse dienen als Vorbereitung für die Panels mit anschließender Diskussionsplattform. Abschließend sollen die gewonnenen Eindrücke in einem kritischen Essay festgehalten und in einer Radiosendung veröffentlicht werden.

SPEAK VIEW. SPEAK YOU. (TEIL 2)


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Antje Vowinckel

Praxisseminar

12.-15.11., 10-17 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)


Workshop zu Sprachimprovisation und künstlerischem O-Ton 
Sprechimprovisation bzw. automatisches Sprechen als Grundlage von künstlerischem O-Ton (Originalton) ist das Ausgangsmaterial für diesen Kurs. Am ersten Tag hören wir einige Klassiker der Akustischen Kunst, die auf Sprechimprovisationen beruhen (z.B. von Kagel und Dieter Roth). Am zweiten Tag gibt es eine Anleitung und Übungen zum automatischen Sprechen, das auf dem Einschleifen äußerer Impulse in einen automatischen Sprechfluss beruht. Wir entwickeln verschiedene Konzepte, wie diese äußeren Impulse aussehen können, z.B. ein Parcours in einem bestimmten Terrain, eine Textvorlage oder eine Audiospur, die der Sprecher/die Sprecherin über Kopfhörer bekommt.  Wir üben gegenseitig die „Regie“ von improvisiertem Sprechen, wobei es darauf ankommt, semantische und musikalische Aspekte zu verbinden und auch umzudrehen.  
Am dritten Tag nimmt jeder seine eigene Sprachimprovisationen mit einem portablen Harddiscrecorder und Headset-Mikro auf. Dabei geht es auch darum, eine persönliche Perspektive zu entwickeln, eine eigene Poesie. Jeder stellt seine Aufnahmen allen zur Verfügung. Im zweiten Teil des Workshops im nächsten Semester stellen die Teilnehmer einzeln oder in Gruppen aus dem gesamten Material kurze SPEAKVIEWS und SPEAKYOUS her. 
Anmeldung bis 28.Oktober an lfuettere(AT)hfg-karlsruhe.de

SOUND ALS GRENZBEREICH – GILLES AUBRY: CULTURAL LISTENING AND FIELD RECORDING


275
Gilles Aubry
donnerstag, 31.10., 10-17 Uhr

Raum 351 (großes Soundstudio)

 
Der Schweizer Klangkünstler Gilles Aubry verwendet in seinen Arbeiten Aufnahmen von verschiedenen Orten, Audio-Archive und Interviews, mit denen er Performances, Klanginstallationen, CD-Aufnahmen oder Radio-Stücke schafft. Seine Werke sind durch eine fundierte Auseinandersetzung mit Klangforschung, kulturellen Klangentwicklungen und der Geschichte von Tontechnologien beeinflusst und sprechen in der Regel Themen an, die mit der Politik des Hörbaren in Verbindung stehen.
Neben seiner Installation in der Basler Ausstellung wird der Künstler auch als Leiter seines Workshops Cultural Listening and Field Recording an dem trinationalen Projekt URBAN SOUNDS vertreten sein. Zu Beginn des Workshops wird Aubry den Teilnehmenden ein paar Themen im Hinblick auf mögliche kulturelle Interpretation von Klangaufnahmen erläutern: Erfindung des Soundscapes in den 70er Jahren, visuelles vs auditives Wahrnehmen, kulturelle Geschichte der Audioreproduktionstechnologien, Fieldrecordings als Klangbilder, Politik der auditiven Repräsentation und Reflexivität des Hörens. Anschließend werden Audio-Beispiele aus seinem eigenen Klangarchive im Plenum angehört, auf kulturellen Kontext hin interpretiert und diskutiert. Dazu gehören Klangaufnahmen u.a. aus Berlin, Kairo, Kinshasa und Mumbai sowie Filmsoundtracks. Die Teilnehmer sind zudem eingeladen, eigene Fieldrecordings mitzubringen, die ebenfalls in der Gruppe diskutiert werden.

ZUR ARCHITEKTUR DES GERÄUSCHES

273
Iris Drögekamp, Andreas Hagelüken

Seminar
donnerstags, 18-22 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)


Das Geräusch blickt in enger Verknüpfung mit der Kommunikations- und Rundfunktechnik künstlerisch auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Als Arbeitsmaterial nahm es seinen Weg vom eher kultur-revolutionär gedachten Ansatz der Futuristen hin zu einem Dasein als Kompositionsmaterial, das längst für sich alleine stehen kann und eigene Kunstgattungen wie die Ars Acustica und Klangkunst hervorgebracht hat.

Wie lässt sich dieses Material fassen? Woraus setzt es sich zusammen?
Die Annäherung an „das Geräusch“ wiederspiegelt einen erstaunlich reichhaltigen Umgang mit ihm als Arbeitsmaterial zwischen Konkretion und Abstraktion sowie ontologischer oder phänomenologischer Materialästhetik.

Im Wechsel mit und in konsequenter Ergänzung zum Seminar Iris Drögekamps nehmen wir die Spur dieses mannigfaltigen Materials mittels kleiner praktischer Arbeiten auf. In Diskussionen historischer Vorlagen (in Ton und Text) wird sich zudem der Wandel seiner Funktionalisierung und Wertung nachzeichnen lassen und - nebenbei - eine kleine Geschichte der Audiokomposition schreiben.
Ziel der kontinuierlichen Reflexion des Materials ist die Befähigung sowohl zur Analyse fremder Werke als auch eine material-kritische Reflexion des eigenen Tuns.

Beginn: 24.10.2013
 

Termine Hagelüken: 24.10.2013, 07.11., 28.11., 12.12., 09.01.2014, 23.01., 06.02.

Termine Drögekamp: 14.11.2013, 21.11., 05.12., 19.12., 16.01.2014, 30.01., 13.02.

Sprechstunden nach Vereinbarung radiotesla(at)randfunk.de

FOCUS & ECHO - FACE-TO-FACE MIT INTERNATIONALEN KÜNSTLERN DER MEDIENKUNSTSZENE

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Marie-Luise Goerke, Frank Halbig, Gaby Hartel, Mareike Maage
Seminar
17.10., 14-18 Uhr; weitere Termine: 18.10./24.10./30.10.
Raum 303

 
Seit einigen Jahren ist eine Öffnung der Künste über Genregrenzen hinweg ins Immateriell Atmosphärische zu beobachten. Dabei hat der künstlerische Einsatz von Stimme, Sprache, Rede,  Bewegung, Sound, Geräusch und Musik eine tragende Funktion. Besonders deutlich wird die künstlerische Verbindung dieser Einheiten in der öffentlichem Kunstform Radio, in Form des Hörspiels. 
Im Hinblick auf diesen Themenschwerpunkt, organisiert die HFG in Zusammenarbeit mit ihren Partnern SWR, hr und ZKM das Symposium „Choreographie des Klangs - Zwischen Abstraktion und Erzählung“ (5.-7.11.2013). Dieses wird das Hörspiel zu den anderen Künsten in Beziehung setzen. Hörspielmacher treffen auf Soundpoeten, Theoretiker, Theater- und Filmemacher, Autoren,  Komponisten und Performance-Künstler, deren Arbeiten die Grenzen angestammter Genres überschreiten. 
Innerhalb eines Blockseminars werden die teilnehmenden Künstler wie Markus Popp, Carl Michael von Hausswolff, Magne Furuholmen oder Robert Longo sowie deren Klangtheorien vorgestellt und Diskussionsanstöße für die Bereiche Sound & Word, Sound & Art, Sound & Public Spaces selbstständig erarbeitet. Zudem setzen sich die Teilnehmer mit folgenden Fragen auseinander: Welche Rolle spielen Klänge, Geräusche, Sprache, Rhythmus und Musik im Arbeiten und Denken der unterschiedlichen Künstler? Welchen Einfluss haben neue technische Gegebenheiten auf Erzähl- und Rezeptionsformen? Was geschieht zwischen den Positionen von dokumentarisch-sensiblem Field Recording und aggressivem Marketing Leasure Sound, der doch mit gleichem Wissen und gleichen Mitteln wie die Künste agiert? Diese Impulse dienen als Vorbereitung für die Panels mit anschließender Diskussionsplattform. Abschließend sollen die gewonnenen Eindrücke in einem kritischen Essay festgehalten und in einer Radiosendung veröffentlicht werden.

FILMTON: MISCHUNG - POSTPRODUKTION

2. Juli 2013 (All day) - 5. Juli 2013 (All day)

265

Michael Hinreiner
Theorie- und Praxissseminar
Di 2. – Fr 5. Juli
10 - 17 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)

Ausgehend von bereits aufgenommenen Film- und Tonmaterial wird der Mischtonmeister Michael Hinreiner an praktischen Beispielen die Filmtonmischung (vom Nur-Ton Editing zur Endmischung in Stereo und Surround) erläutern.

Siehe IMDb:

http://www.imdb.com/name/nm0385871

INNEHALTEN UND HÖREN

20. Juni 2013 (All day) - 21. Juni 2013 (All day)

264 © katrinem

Katrinem
Workshop
Do 20. – Fr 21. Juni
10 – 17 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)

Bei diesem Workshop soll geübt werden den auditiven Wahrnehmungsraum möglichst weit und offen zu halten – entgegen unserem gewohnheitsmäßigen Verhalten des Ausblendens von nicht „erwünscht“ Hörbarem. Dieses selektive Hören, ein Verhalten, das wir uns für alle unsere Lebensräume angeeignet haben, zuhause wie anderenorts und unterwegs. Daheim sind es meist Sounds wie z.B. der Kühlschrank, der Verkehr vor dem Fenster, etc... im Büro, in der Schule die vorhandenen beständigen Geräuschkulissen wie z.B. Stimmen Anderer, Telefon-, Gerätesounds, die wir auszublenden lernen.
Die meisten Wege unseres Alltags sind Verbindungsstrecken zwischen Orten, an denen wir zu tun haben. Der zurückgelassene Ort resoniert nach, gedanklich ist man bereits oft am Zielort oder durch mobile Kommunikationssysteme wie Smartphone und mp3-Player auf diesen Wegen mit dem virtuellen Raum verbunden. Der Weg wird somit zum „Tunnel“ durch den öffentlichen Raum.
Innehalten und Hören ist eine Praxis, die ganz gezielt eine Verbindung der agierenden Personen mit dem Raum herstellt. Plätze und Ort im öffentlichen Raum werden dabei auf ihre auditive atmosphärische Qualität überprüft und das Hörbare untersucht.
Im Verweilen (Zeit) an einem Ort (Raum) erschließt sich der auditive Raum in seiner Differenziertheit und ermöglicht eine Verortung (Lokalisation) im Raum.
Möglicher Ablauf eines Workshops, der je nach Zeitdauer und Gruppengröße variiert:
1. Einführung in das Thema auditiver Lebensraum
2. Vorab ausgewählte Orte unterschiedlichster Ausrichtung (z.B. Bushaltestellen, Fußgängerzonen, Straßenkreuzungen, Einkaufszentren, etc...) werden nacheinander aufgesucht und die WorkshopteilnehmerInnen dort einzeln platziert. Die Aufgabe besteht nun darin, sich jeweils für 5 Minuten – mit geschlossenen Augen - rein auf das auditive Geschehen zu konzentrieren und das Gehörte anschließend zu notieren/zeichen.
3. Übertragung der Notizen in eine Ortskarte und gemeinsame Aufarbeitung der gesammelten Erfahrungen in Gesprächsrunden.
4. Zum Abschluss gemeinsames Aufsuchen der Orte.