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Gilles Aubry
donnerstag, 31.10., 10-17 Uhr

Raum 351 (großes Soundstudio)

 
Der Schweizer Klangkünstler Gilles Aubry verwendet in seinen Arbeiten Aufnahmen von verschiedenen Orten, Audio-Archive und Interviews, mit denen er Performances, Klanginstallationen, CD-Aufnahmen oder Radio-Stücke schafft. Seine Werke sind durch eine fundierte Auseinandersetzung mit Klangforschung, kulturellen Klangentwicklungen und der Geschichte von Tontechnologien beeinflusst und sprechen in der Regel Themen an, die mit der Politik des Hörbaren in Verbindung stehen.
Neben seiner Installation in der Basler Ausstellung wird der Künstler auch als Leiter seines Workshops Cultural Listening and Field Recording an dem trinationalen Projekt URBAN SOUNDS vertreten sein. Zu Beginn des Workshops wird Aubry den Teilnehmenden ein paar Themen im Hinblick auf mögliche kulturelle Interpretation von Klangaufnahmen erläutern: Erfindung des Soundscapes in den 70er Jahren, visuelles vs auditives Wahrnehmen, kulturelle Geschichte der Audioreproduktionstechnologien, Fieldrecordings als Klangbilder, Politik der auditiven Repräsentation und Reflexivität des Hörens. Anschließend werden Audio-Beispiele aus seinem eigenen Klangarchive im Plenum angehört, auf kulturellen Kontext hin interpretiert und diskutiert. Dazu gehören Klangaufnahmen u.a. aus Berlin, Kairo, Kinshasa und Mumbai sowie Filmsoundtracks. Die Teilnehmer sind zudem eingeladen, eigene Fieldrecordings mitzubringen, die ebenfalls in der Gruppe diskutiert werden.