8. Juni 2011 (All day) - 10. Juni 2011 (All day)


46 Foto: Sarah Schlosser

HENRIK VON HOLTUM (Kinderzimmer Productions)
RALF MEINZ
Zeit: 8.6.?–?10.6?/ 4.7.?–?8.7., ganztags
Ort: Raum 351 (großes Soundstudio)

 

In diesem zweigeteilten Workshop wird es um die luxuriöse und traditionelle Variante der Musikproduktion gehen - soll heißen: erst schreiben und dann einspielen und/oder einspielen lassen.
Eine Art zu produzieren die bei sinkenden Budgets leider seltener geworden ist, aber einer der schönsten und spannendsten darstellt: Man wird aus der Feedback-Schleife mit sich selbst entlassen, muss die eigenen Ideen kommunizieren und darf erleben wie andere interpretieren, ergänzen und vervollständigen.
 
Der erste Block beschäftigt sich mit dem Schreiben, also wie kommt man von von einem ersten musikalischen Impuls zu einem fertigen Arrangement, mit dem die Musiker im Aufnahmeprozess schnell und effektiv arbeiten können, wobei mit Arrangement alles gemeint ist das zwischen einer Improvisationsanweisung und einer fertigen Partitur liegt.
Schön wäre es, wenn sich alle Beteiligten auf das Abenteuer einlassen etwas umzusetzen, das nicht in ihrer "Komfortzone" liegt - also weg vom Rechner hin zum Papier, weg von Gitarre/Bass/Schlagzeug oder dem, was man eben selbst spielen kann oder eh schon begriffen hat.
Voraussetzung für die Teilnahme ist lediglich eine grundlegende Songidee, alles weitere - das Praktische und Theoretische - ergibt sich dann bei der konkreten Arbeit.

Der zweite Block wird dann zum Moment der akustischen Wahrheit, studiotechnische Fragen müssen geklärt, Mikrofone positioniert und Entscheidungen getroffen werden. Man muss Musiker motivieren, improvisieren, dran bleiben und Kompromisse eingehen, bevor man endlich die Gelegenheit hat zu prüfen wie groß die Distanz zwischen der Idee und der Wirklichkeit ist, um dann hoffentlich positiv überrascht zu werden.