5. März 2013 - 23:00 - 6. März 2013 - 0:00

Periodical Phenomena
von Werner Dafeldecker

SWR Live-Übertragung aus und -Konzert im ZKM Karlsruhe
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Die Vorgänge bei den in das Magnetfeld der Erde eindringenden Sonnenpartikel, wie sie, bekannt unter den Bezeichnungen Aurora Borealis oder Polarlicht, vermehrt im Winter im Nordpolarkreis vorkommen; die jahreszeitlich bedingte Periodizität bei Strömungen unter Wasser und der Pulsbetrieb am Teilchenbeschleuniger Bessy 2 des Berliner Helmholtz Institutes, sie fließen in dem akustischen Triptychon „Periodical Phenomena“ von Werner Dafeldecker ineinander. Parallel dazu wird das akustische Geschehen mit instrumentalen Interventionen versehen. Die rhythmischen und harmonischen Muster der delokalisierten Klangwelten werden mittels Computertechnolgie in Echtzeit analysiert, verschriftet und den Instrumentalisten Michael Moser (Violoncello), Valerio Tricoli (Tonband) und Morten Olsen (Basstrommel) als Partitur zur Verfügung gestellt.
 
Dafür wird nicht nur eine breite Palette an unterschiedlichen Aufnahmetechnologien zum Einsatz gelangen, möglich wird dieses Konzert auch durch das Zusammenwirken gleich mehrerer öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Unsere Kollegen vom Norwegischen Rundfunk (NRK) werden in den Lofoten Position beziehen, um dort die natürlichen Radiowellen der Aurora Borealis mittels VLF-Empfänger einzufangen. Unsere Kollegen von Deutschlandradio werden den Teilchenbeschleuniger Bessy II im Berliner Helmholtz Zentrum mikrophonieren. Und der ORF wird am Ufer des oberösterreichischen Attersees mit zwei Hydrophonen zur Stelle sein, um dessen Unterwasserströmungen hörbar zu machen – und das direkt am ehemaligen Komponierhäuschen von Gustav Mahler.

Diese Signale treffen im Kubus des ZKM Karlsruhe auf die Instrumentalisten und kann Live vor Ort, wie auch auf SWR2 ars acustica und ORF Zeitton am Dienstag 5. März 2013 von 23.03 bis 0.00 Uhr erlebt werden.

 

Eine Produktion des Südwestrundfunks mit dem ZKM | Institut für Musik und Akustik und dem ORF aus dem Jahre 2013.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandradio Kultur und dem Norwegischen Rundfunk.

Dramaturgie: Frank Halbig