20. Juni 2013 (All day) - 21. Juni 2013 (All day)

264 © katrinem

Katrinem
Workshop
Do 20. – Fr 21. Juni
10 – 17 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)

Bei diesem Workshop soll geübt werden den auditiven Wahrnehmungsraum möglichst weit und offen zu halten – entgegen unserem gewohnheitsmäßigen Verhalten des Ausblendens von nicht „erwünscht“ Hörbarem. Dieses selektive Hören, ein Verhalten, das wir uns für alle unsere Lebensräume angeeignet haben, zuhause wie anderenorts und unterwegs. Daheim sind es meist Sounds wie z.B. der Kühlschrank, der Verkehr vor dem Fenster, etc... im Büro, in der Schule die vorhandenen beständigen Geräuschkulissen wie z.B. Stimmen Anderer, Telefon-, Gerätesounds, die wir auszublenden lernen.
Die meisten Wege unseres Alltags sind Verbindungsstrecken zwischen Orten, an denen wir zu tun haben. Der zurückgelassene Ort resoniert nach, gedanklich ist man bereits oft am Zielort oder durch mobile Kommunikationssysteme wie Smartphone und mp3-Player auf diesen Wegen mit dem virtuellen Raum verbunden. Der Weg wird somit zum „Tunnel“ durch den öffentlichen Raum.
Innehalten und Hören ist eine Praxis, die ganz gezielt eine Verbindung der agierenden Personen mit dem Raum herstellt. Plätze und Ort im öffentlichen Raum werden dabei auf ihre auditive atmosphärische Qualität überprüft und das Hörbare untersucht.
Im Verweilen (Zeit) an einem Ort (Raum) erschließt sich der auditive Raum in seiner Differenziertheit und ermöglicht eine Verortung (Lokalisation) im Raum.
Möglicher Ablauf eines Workshops, der je nach Zeitdauer und Gruppengröße variiert:
1. Einführung in das Thema auditiver Lebensraum
2. Vorab ausgewählte Orte unterschiedlichster Ausrichtung (z.B. Bushaltestellen, Fußgängerzonen, Straßenkreuzungen, Einkaufszentren, etc...) werden nacheinander aufgesucht und die WorkshopteilnehmerInnen dort einzeln platziert. Die Aufgabe besteht nun darin, sich jeweils für 5 Minuten – mit geschlossenen Augen - rein auf das auditive Geschehen zu konzentrieren und das Gehörte anschließend zu notieren/zeichen.
3. Übertragung der Notizen in eine Ortskarte und gemeinsame Aufarbeitung der gesammelten Erfahrungen in Gesprächsrunden.
4. Zum Abschluss gemeinsames Aufsuchen der Orte.