2. Mai 2013 - 10:00 - 3. Mai 2013 - 17:00

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Im Seminar möchten wir wichtige Stücke der Akustischen Kunst und den angrenzenden Bereichen der elektronischen und elektroakustischen Musik vorstellen und diskutieren. Im Gegensatz zur traditionellen Tonkunst wird in der Akustischen Kunst Sprache, Geräusch und Musik gleichberechtigt eingesetzt. Es wird die Hörerfahrung in den Vordergrund gestellt und mit jeglicher Art von akustischem Material experimentiert. Die Akustische Kunst wurde und wird stark durch die benachbarten Kunstbereiche gespeist. Ihre Ursprünge liegen im Hörspiel und sind untrennbar mit der Geschichte des Radios verbunden. Klaus Schöning, der als Hörfunk-Redakteur das Studio akustische Kunst beim WDR in Köln gegründet hat und in den 1970er Jahren dieser Kunstform endgültig zur Eigenständigkeit verhalf, definierte »Ars Acustica« wie folgt: »Für die Akustische Kunst sind alle hörbaren Erscheinungen gleichwertige Komponenten. Die Akustische Kunst ist ein Schmelztiegel heterogener Elemente. Akustische Kunst: Welt aus Klängen und Geräuschen der akustischen Umwelt oder künstlich erzeugter Töne. Und Welt aus Sprache, Sprache, die zum Laut tendiert, zum Sprachklang und zur Musik, dem Allklang der Töne. Akustische Kunst: Symbiose dieser Sprach- und Geräuschwelten und ihrer Klangorganisation mit den Mitteln der elektronischen Technik. Ihr aufnehmendes, sensibles Ohr: das Mikrophon. Ihr Ton-Träger: das Tonband die Kassette, die Schallplatte, der Microchip. Ihr sprechender Mund: der LautSprecher. Eine ihrer Utopien: ein allen zugänglicher Hörraum: das Radio und andere virtuelle Spielräume. (...)«
Fortsetzung des Seminars AKUSTISCHE KUNST – offen für Neueinsteiger.

 

Frank Halbig/ Frank Bierlein/ Lukas Fuetterer
Blockseminar
Do 2. – Fr 3. Mai
10 – 17 Uhr
Raum 351 (großes Soundstudio)