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Marie-Luise Goerke, Gaby Hartel, Frank Halbig, Mareike Maage
Seminar
17.10., 14-18 Uhr; weitere Termine: 18.10./24.10./30.10.
Raum 303

Seit einigen Jahren ist eine Öffnung der Künste über Genregrenzen hinweg ins Immateriell Atmosphärische zu beobachten. Dabei hat der künstlerische Einsatz von Stimme, Sprache, Rede,  Bewegung, Sound, Geräusch und Musik eine tragende Funktion. Besonders deutlich wird die künstlerische Verbindung dieser Einheiten in der öffentlichem Kunstform Radio, in Form des Hörspiels. 

Im Hinblick auf diesen Themenschwerpunkt, organisiert die HFG in Zusammenarbeit mit ihren Partnern SWR, hr und ZKM das Symposium „Choreographie des Klangs - Zwischen Abstraktion und Erzählung“ (5.-7.11.2013). Dieses wird das Hörspiel zu den anderen Künsten in Beziehung setzen. Hörspielmacher treffen auf Soundpoeten, Theoretiker, Theater- und Filmemacher, Autoren,  Komponisten und Performance-Künstler, deren Arbeiten die Grenzen angestammter Genres überschreiten. 
Innerhalb eines Blockseminars werden die teilnehmenden Künstler wie Christina Kubisch, Peter Cusack, Magne Furuholmen oder Heiner Goebbels sowie deren Klangtheorien vorgestellt und Diskussionsanstöße für die Bereiche Sound & Word, Sound & Art, Sound & Public Spaces selbstständig erarbeitet. Zudem setzen sich die Teilnehmer mit folgenden Fragen auseinander: Welche Rolle spielen Klänge, Geräusche, Sprache, Rhythmus und Musik im Arbeiten und Denken der unterschiedlichen Künstler? Welchen Einfluss haben neue technische Gegebenheiten auf Erzähl- und Rezeptionsformen? Was geschieht zwischen den Positionen von dokumentarisch-sensiblem Field Recording und aggressivem Marketing Leasure Sound, der doch mit gleichem Wissen und gleichen Mitteln wie die Künste agiert? Diese Impulse dienen als Vorbereitung für die Panels mit anschließender Diskussionsplattform. Abschließend sollen die gewonnenen Eindrücke in einem kritischen Essay festgehalten und in einer Radiosendung veröffentlicht werden.